

Es gab innerhalb dieser Zeitspanne verschiedene Sammlungsschwerpunkte der dort kultivierten Pflanzen. Im Gegensatz zu den üblichen musealen Artefakten stellen lebende Pflanzen eine besondere Herausforderung dar. Sie folgen einem biologischen Lebenszyklus, und ihre Ansprüche an das Innenklima, insbesondere was die Luftfeuchtigkeit und Temperaturführung betrifft, stehen oft im Widerspruch zu den bauphysikalisch optimalen Bedingungen für den Substanzerhalt der Architektur. Im musealen Kontext unterliegen Pflanzen zusätzlich dem Einfluss unterschiedlicher gärtnerischer und botanischer Sammlungsziele. Es stellt sich somit die Frage, ob eine denkmalpflegerische Entscheidung zur baulichen Sanierung oder Wiederherstellung unter Berücksichtigung bestimmter Zeitschichten in Korrelation zur pflanzlichen Ausstattung zu bringen ist und wie man anhand der pflanzlichen Ausstattung auch die Baugeschichte vermitteln kann.
As the Belvedere Orangery underwent different phases of construction over 300 years, its plant collections also varied. Different plants were cultivated across time. The question arises: Can the building’s history be assimilated with the varied plant collections or can the plants convey history?
Andreas Pahl, geb. 1967, ist Dipl.-Ing. (FH) der Landespflege und Gartenreferent bei der Klassik Stiftung Weimar. Er ist ausgebildeter Gärtner und war nach dem Studium und einer freien Mitarbeit beim Landesdenkmalamt Berlin zunächst bei der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten als Fachbereichsleiter, dann als Parkleiter bei der Stiftung Fürst Pückler Museum Park und Schloss Branitz beschäftigt. Seit 2008 arbeitet er in der Gartenabteilung der Klassik Stiftung Weimar.
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