

In ihrer eigentümlichen Agency, unhintergehbaren Affordanz und situierten Semantik formen Pflanzen das innenräumliche Habitat. Nicht nur um 1800 und um 1900 verschieben sich dabei die Praktiken und Diskurse. Auch die Gegenwart zeugt von den beständigen Aktualisierungen des pflanzlich-menschlichen Verhältnisses.
Indoor greenery, winter gardens and greenhouses are naturecultures situated at the intersections of materiality and life. Plants significantly shape the interior environments by both their agency and affordance and the symbolic meanings attributed to them. Practices and discourses related to this have undergone remarkable shifts, not only during the periods around 1800 and 1900, but also today, as the relationship between humans and plants continues to evolve.
Christiane Holm ist wissenschaftliche Mitarbeiterin des Germanistischen Instituts an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Veröffentlichungen u.a.: Zimmer. Handliche Bibliothek der Romantik Bd. 14 (Hg., 2024).
mehrJulia Schmidt-Funke, geb. 1976, hat seit 2021 die Professur für Geschichte der Frühen Neuzeit an der Universität Leipzig inne. Veröffentlichungen u.a.: Materielle Kultur und Konsum in der Frühen Neuzeit (Hg., 2019).
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