


Anschließend wird gezeigt, wie die Literatur der Romantik mithilfe des Weihnachtsbaumes nicht nur die Performance des bürgerlichen Familienfriedens zum Fest reflektiert und die damit verknüpfte Verdinglichung des Baums kenntlich macht, sondern ihn auch als ästhetisches Modell und lebendigen Mitbewohner in Erscheinung treten lässt.
This article investigates public discussions of the “entrance” of Christmas trees into German households during the 19th century. Against this background, it examines texts by E.T.A. Hoffmann, Therese Huber and Caroline de la Motte Fouqué to show how Romantic literature not only reflects the Christmas tree as part of the bourgeois family performance that simultaneously reified these trees, but also acknowledges the Christmas tree as an aesthetic model and cohabiter.
Frederike Middelhoff, geb. 1987, ist W1-Professorin für Neuere Deutsche Literatur mit dem Schwerpunkt Romantikforschung an der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Sie wurde 2019 an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg mit einer germanistischen Arbeit promoviert, die die Zusammenhänge zwischen Autobiografie, Zoologie und Tierschutzbewegung ›im langen 19. Jahrhundert‹ auslotet. Aktuell arbeitet sie an einem Buch zum Migrationswissen im Zeitalter der Romantik. Zu ihren Forschungsschwerpunkten gehören die Literatur und Kultur des 18. und 19. Jahrhunderts, das Verhältnis von Literatur und Wissen, die Environmental Humanities (insbesondere kulturwissenschaftliche Plant Studies, Romantic Ecocriticism, Cultural Animal Studies), die Gender Studies und die Geschichte und Theorie der literarischen Übersetzung. Veröffentlichung u. a.: The Stories Plants Tell (Mithg., 2023).
mehr