

Wohnräume werden zu Wissensräumen: Welche botanischen Diskurse spiegeln sich in Pflanzendarstellungen an Wänden und insbesondere auf Tapeten wider? Die Objektbeispiele stammen aufgrund der Überlieferungslage vornehmlich aus adligen Wohnkontexten. Literarische Texte zeigen jedoch, dass das Wohnen in vegetabiler Umgebung eine Mode war, die auch den bürgerlichen Wohnalltag beeinflusst hat.
The article examines how interest in plants influenced interior design in the late 18th century. As these living quarters are testaments to interest in botany at the time, becoming repositories of knowledge, questions arise: what botanical discourses are reflected in depictions of plants, particularly in wallpaper? While examples come primarily from aristocratic settings, 18th century literature reveals that »living among plants« was a trend that also made its way into the middle-class sphere.
Jana Kittelmann, geb. 1978, Leiterin des Referats Kunstforschung und Sammlung in der Kulturstiftung Dessau-Wörlitz und Privatdozentin an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Studium der Neueren deutschen Literatur, Geschichte und Kunstgeschichte an der Humboldt-Universität zu Berlin; Promotion 2010; Habilitation 2023 an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, dort auch von 2015 bis 2024 Mitarbeiterin am Interdisziplinären Zentrum für die Erforschung der Europäischen Aufklärung (IZEA), u. a. im Projekt »Edition der Gesammelten Schriften Johann Georg Sulzers«.
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