Moritz Müller

Die IG Metall und der soziotechnische Wandel der Arbeit in den 1970er- und 1980er Jahren


16 Seiten
Erscheinungsdatum: 31.08.2026

DOI https://doi.org/10.46500/83536044-011

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Wege in die Dienstleistungsgesellschaft
Der Wandel der Arbeitswelt im geteilten und vereinigten Deutschland

DOI https://doi.org/10.46500/83536044
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Der Aufsatz zeichnet nach, welche Gestaltungsversuche des soziotechnischen Wandels der Arbeit die IG Metall (IGM) in den 1970er- und 1980er Jahren unternahm, mit welchen Herausforderungen sie sich dabei konfrontiert sah und mit welchen innergewerkschaftlichen Konflikten diese Gestaltungsversuche verbunden waren.


Untersucht werden mit dem HdA-Beratungs- sowie dem HdA-Gestaltungsprojekt zwei Projekte, die von der Automationsabteilung beim IGM-Vorstand durchgeführt wurden. Im Zuge der Einbindung der IGM in das staatliche Programm zur Humanisierung des Arbeitslebens kam es zur Beantragung bzw. Einstellung eigener Projekte und Projektsekretäre. Diese verstanden sich nicht als stellvertretende Problemlöser, sondern vielmehr als Prozessgestalter, die den Betriebsräten, Vertrauensleuten und Beschäftigten „Hilfe zur Selbsthilfe“ leisten wollten. Die Erfahrungen, die die Projektsekretäre in diesen Projekten machten – vor allem der Widerstand, auf den sie bei der Kapitalseite sowie innerhalb der eigenen Organisation stießen – sind auch aus heutiger Sicht aufschlussreich, da sich die IGM erneut anschickt, den soziotechnischen Wandel der Arbeitswelt im Interesse der Beschäftigten zu gestalten.

This essay traces the attempts made by the Industrial Union of Metalworkers (IGM) in the 1970s and 1980s to shape the socio-technical transformation of work, the challenges it faced in doing so, and the internal conflicts associated with these attempts. It examines two projects carried out by IGM's automation department: the HdA consulting project and the HdA design project. In the course of IGM's involvement in the government program to humanize working life, it applied for and set up its own projects and project secretaries. These did not see themselves as proxy problem solvers, but rather as process designers who wanted to provide “help others to help themselves” to works councils, union representatives, and employees. The experiences gained by the project secretaries in these projects—especially the resistance they encountered from capital and within their own organization—are still relevant today, as IGM is once again trying to shape the socio-technical transformation of work in the interests of employees.


Moritz Müller

Moritz Müller, geb. 1990, von 2017 bis 2020 wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Ruhr-Universität Bochum und Promotionsstipendiat der Hans-Böckler-Stiftung. Seit 2021 Bildungsreferent im IG Metall-Bildungszentrum Sprockhövel.

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Kategorien

Schlagworte
Gewerkschaft, Mikroelektronik, Arbeit, Betriebsrat, Industrielle Beziehungen, IG Metall, Humanisierung, HdA, Technikgeschichte, Labour History, Umbrüche, Arbeitswelt, Deindustrialisierung, Dienstleistungssektor, Digitalisierung, Soziallagen, Erwerbstätige, Privatisierungsfolgen, Prekariat, Rationalisierung, Globalisierung, Arbeitsmigration, Arbeitslosigkeit, Automatisierung, Flexible Arbeitsformen, Gender Pay Gap, Teilzeitarbeit, Outsourcing, Wissensarbeit, Netzwerke
Thema
NH, JHBL, JBSF
Bisac-Code
HIS014000, HIS037070, HIS054000, BUS023000

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