Buchcover: Der Aufstand der Sachsen 1073-1075

Der Aufstand der Sachsen 1073-1075


Herausgegeben von Arnd Reitemeier

Reihe: Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Niedersachsen und Bremen, Band 332

311 Seiten, 29 Abbildungen
ISBN (Open Access) 978-3-8353-8168-1
ISBN (Print) 978-3-8353-6014-3
Wallstein Verlag
Erscheinungsdatum: 15.05.2026

DOI https://doi.org/10.46500/83536014

Lizenz CC BY-NC-ND 4.0
Lizenz: CC BY-NC-ND 4.0
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Der Aufstand der Sachsen (1073-1075) gegen Heinrich IV. legte Konfliktlinien offen, die die Politik im Reich auch während des unmittelbar darauffolgenden Investiturstreits maßgeblich bestimmen sollten.


König Heinrich IV. (1050-1106) sah sich während seiner Herrschaft mit vielen Problemen konfrontiert – zu den größten gehörte zweifellos der Aufstand in Sachsen von 1073 bis 1075. Der junge König versuchte seine Herrschaft wenig konsensual und vor allem durch den Bau neuer Burgen zu festigen, was die sächsischen Adligen als Affront werteten. Im Verlauf der Auseinandersetzungen wurde nicht nur die Harzburg als eine der bedeutendsten Festungen zerstört, sondern der König verlor zudem vorübergehend seinen Zugriff auf die wertvollen Silbervorkommen im Harz. Die Kontroverse wurde sodann durch die rasch einsetzende Propaganda beider Seiten bestimmt, wobei der König alles daran setzte, Unterstützung gegen die aus seiner Sicht abtrünnigen Sachsen zu mobilisieren, während die norddeutschen Adligen auf ihre gute Abkunft verwiesen. Die dabei zutage tretenden Konfliktlinien enthüllten königliche Herrschaftsstrategien einerseits sowie regionale Machtansprüche andererseits, wie sie im unmittelbar darauf ausbrechenden Investiturstreit in äußerst drastischer Form reichsweit zutage traten. Der Sammelband nimmt nicht nur die politischen, sondern auch die sozialen, wirtschaftlichen und historiographischen Dimensionen des Aufstands der Sachsen in den Blick und versucht eine Neubewertung sowie einen Anstoß für weitergehende Forschungen zu vermitteln.


Arnd Reitemeier

Arnd Reitemeier, geb. 1967, ist Professor für niedersächsische Landesgeschichte an der Universität Göttingen und Leiter des Instituts für Historische Landesforschung. Veröffentlichungen u. a.: Klosterlandschaft Niedersachsen (Hg., 2021); Reformation in Norddeutschland. Gottvertrauen zwischen Fürstenherrschaft und Teufelsfurcht (2017); Kriegsbeginn in Norddeutschland. Zur Herausbildung einer »Kriegskultur« 1914/15 in transnationaler Perspektive (Mithg., 2015); Grundherrschaft und bäuerliche Lebensbedingungen (2008); Die christliche Legitimation von Herrschaft im Mittelalter (2006); Pfarrkirchen in der Stadt des späten Mittelalters. Politik, Wirtschaft und Verwaltung (2005).

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Beiträge

Seite 5-6Inhalt
Arnd Reitemeier
Seite 7-9Vorwort


Kategorien

Schlagworte
Heinrich IV., Investiturstreit, Hochmittelalter, Salier, Sachsenkrieg, Mediävistik, Adel
Thema
NHDJ, NHTV
Bisac-Code
HIS037010, HIS014000, HIS054000

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