

Der vorliegende Beitrag fokussiert die Rolle der sächsischen Bischöfe im Verlauf dieses Konfliktes und analysiert mögliche Wandlungen in ihrem Verhältnis zum König. Ausgehend von der Person Bischof Burchards II. von Halberstadt, der lange im Umfeld des Königs verortet werden kann, schließlich aber als einer der Initiatoren des sächsischen Aufstandes erscheint, werden weitere Bischöfe herangezogen, um bewerten zu können, inwiefern Burchards Episkopat und sein Verhältnis zum König Gemeinsamkeiten mit weiteren Bischöfen aufweist oder als singulär verstanden werden muss.
Matthias Weber, geb. 1988, ist aktuell Juniorprofessor für hochmittelalterliche Geschichte und digitale Prosopographie an der Ruhr-Universität Bochum sowie Mitarbeiter im Akademievorhaben „Regesta Imperii“ an der Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz. Forschungsschwerpunkte: Historiographiegeschichte im Früh- und Hochmittelalter; der Bischof im Mittelalter in seiner Rolle zwischen Reich und Kirche; Geschichte des Hochmittelalters unter besonderer Berücksichtigung der salischen Kaiser (1024–1125); digitale Umsetzung prosopographischer Daten Veröffentlichungen u. a.: Die Regesten des Kaiserreichs unter Heinrichs V. (2025), Der Bischof stirbt (2023), Thietmar von Merseburg. Historiographie der Grenzwelten (Mithg., 2021), Hochmittelalter – eine vernachlässigte Epoche? (Mithg., 2020), Die Regesten des Kaiserreichs unter Heinrich IV. (2016).
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