

Die anschließenden Abschnitte stellen die Revolution ins Zentrum. Sie werfen dabei in unterschiedlichen Perspektiven den Blick ‚Judenfrage’: Vorgestellt wird erstens die Sicht exponierter Berliner Juden auf die Revolution und mit ihr auf die Aussichten, die Emanzipation
endlich zu vollenden. Dem folgt eine Skizze der Dimensionen der Judenfeindschaft in Berlin. Besonders ausgeprägt war diese namentlich unter den, der preußischen Amtskirche eng verbundenen protestantischen Theologen und Geistlichen, als antijüdischen Stichwortgebern, sowie im Adel und auch unter den Hohenzollern. Dem folgt eine Skizze der Sicht der breiten
nicht-jüdischen Bevölkerung auf die jüdischen Mitbürger.
This article begins by outlining, in broad strokes, the social status of Berlin’s Jews in the Vormärz period up to 1848. The subsequent sections focus on the revolution. They examine the “Jewish question” from various perspectives: First, the article presents the views of prominent Berlin Jews on the revolution and, with it, on the prospects of finally achieving emancipation. This is followed by an outline of the dimensions of (religiously grounded) Anti-Judaism in Berlin. This was particularly pronounced among Protestant theologians, closely connected with the official Prussian church who served as the driving force behind anti-Jewish sentiment, as well as among the nobility and the House of Hohenzollern. This is followed by an outline of the views held by the broader non-Jewish population toward their Jewish fellow citizens.
Rüdiger Hachtmann, Prof. Dr., geb. 1953, ist Senior Fellow am Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung in Potsdam. Forschungsschwerpunkte: Wirtschafts-, Sozial-, Wissenschafts-, Politik- und Gesellschaftsgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts. Veröffentlichungen u. a.: Industriearbeit im Dritten Reich (1989); Berlin 1848. Eine Politik- und Gesellschaftsgeschichte der Revolution (1997); Epochenschwelle zur Moderne. Einführung in die Revolution von 1848/49 (2002); Tourismus-Geschichte (2007); Wissenschaftsmanagement im ‚Dritten Reich‘. Die Generalverwaltung der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft (2007); Das Wirtschaftsimperium der Deutschen Arbeitsfront (2012)
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