Stefan Brüdermann

Preuße, Deutscher, Europäer? Graf Wilhelm in einer wechselhaften Erinnerungspolitik


22 Seiten, 4 Abbildungen
Erscheinungsdatum: 15.05.2026

DOI https://doi.org/10.46500/83536013-016

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Buchcover von »Preuße, Deutscher, Europäer? Graf Wilhelm in einer wechselhaften Erinnerungspolitik«
Graf Wilhelm zu Schaumburg-Lippe (1724-1777)
Zwischen Aufklärung und Moderne

DOI https://doi.org/10.46500/83536013
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Wilhelm wurde von seinen Zeitgenossen als Idealfürst der Aufklärung gesehen.


In der Zeit der antinapoleonischen Kriege wurde er als Lehrer Gerhard von Scharnhorsts zum Ahnherrn der preußischen Befreiungskriege und damit später einseitig zum herausragenden Militär, schließlich in der NS-Zeit zum bloßen Erfinder der Wehrpflicht und Repräsentanten heroischen Soldatentums umgedeutet. Erst die Neuentdeckung seines militärtheoretischen Werkes mit der Edition von Curd Ochwadt 1976-1983 rehabilitierte ihn und machte ihn wiederum zum »Klassiker der (militärischen) Abschreckung«.

Wilhelm was viewed by his contemporaries as the ideal prince of the Enlightenment. During the Anti-Napoleonic Wars, he was reinterpreted as the mentor of Gerhard von Scharnhorst and the forefather of the Prussian Wars of Liberation. One-sidedly he become an outstanding military leader and finally, during the Nazi era, merely the inventor of conscription and a representative of heroic soldierly virtue. It was only the rediscovery of his work on military theory, with the edition by Curd Ochwadt from 1976 to 1983, that rehabilitated him and restored his status as a “classic of (military) deterrence.”


Stefan Brüdermann

Stefan Brüdermann, geb. 1959 in Osterode/Harz ist seit 2009 Leiter des Staatsarchivs Bückeburg sowie Vorsitzender der Historischen Arbeitsgemeinschaft für Schaumburg. Studium der Geschichte und Germanistik in Göttingen und Wien, 1987 Promotion (Dissertationsthema: "Göttinger Studenten und akademische Gerichtsbarkeit im 18. Jahrhundert"), wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Edition-Lichtenberg-Briefwechsel, Lehrtätigkeit an Volkshochschulen (1986–1993) und am Historischen Seminar der Universität Hannover (1994–1999), 1993–1999 Archivar am Hauptstaatsarchiv Hannover, 1999–2003 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Deutschen Historischen Institut in Rom (Repertorium Germanicum). Seit September 2003 Archivar am Niedersächsischen Staatsarchiv Bückeburg. Veröffentlichungen über Universitätsgeschichte, Straßenverkehrsgeschichte und niedersächsische Landesgeschichte, u. a.: Graf Wilhelm zu Schaumburg-Lippe (1724-1777). Zwischen Aufklärung und Moderne (Hg., 2026); Geschichte Niedersachsens, Bd. 4: Vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zum Ende des Ersten Weltkrieges (Hg., 2016); Schaumburg im Mittelalter (Hg., 2013, 2. Aufl. 2014)

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Kategorien

Schlagworte
Schaumburg-Lippe, Wilhelm zu, Scharnhorst, Gerhard von, Befreiungskriege, Aufklärung, Nationalsozialismus, Abschreckungsstrategie, Verteidigung, Militärtheorie, Bückeburg, Regionalgeschichte, Niedersachsen, Siebenjähriger Krieg, Militärgeschichte, Herrscherideal
Thema
NHD, NHWF
Bisac-Code
HIS014000, HIS037050, HIS027000

Weitere Beiträge des Bandes

Seite 5-7Inhalt
Stefan Brüdermann
Seite 9-18Einleitung
Karl H. Schneider
Seite 147-169Eine komplexe Geschichte
Marian Füssel
Seite 189-212Rote Rosen und goldene Kanonen
Jan Philipp Bothe
Seite 227-246Die Kunst des Widerstandes
Andreas Waczkat
Seite 279-291"Er spielte das Clavier vollkommen."
Gideon Stiening
Seite 293-311"Condition de L’Homme"
Stefan Brüdermann
Seite 397-418 Preuße, Deutscher, Europäer? Graf Wilhelm in einer wechselhaften Erinnerungspolitik

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