Marian Füssel ORCID

Rote Rosen und goldene Kanonen

Graf Wilhelm zu Schaumburg-Lippe im Siebenjährigen Krieg (1756-1763)


24 Seiten
Erscheinungsdatum: 15.05.2026

DOI https://doi.org/10.46500/83536013-008

Lizenz CC BY-NC-ND 4.0
Lizenz: CC BY-NC-ND 4.0
Download
AUS DEM BAND:
Buchcover von »Rote Rosen und goldene Kanonen«
Graf Wilhelm zu Schaumburg-Lippe (1724-1777)
Zwischen Aufklärung und Moderne

DOI https://doi.org/10.46500/83536013
zum Band

Der Aktionsradius Graf Wilhelm zu Schaumburg-Lippes reichte reichte während des Siebenjährigen Krieges (1756-1763) vom Nordwesten des Altem Reiches bis nach Portugal, in ihm verband sich der Siebenjährige Krieg im Reich mit dem Fantastischen Krieg zwischen Portugal und Spanien.


In der Person Graf Wilhelms verbanden sich aber auch die Kultur des höfischen Kriegeradels und die militärische Aufklärung, adelige Ehre und berechnende Rationalität. Diese doppelte, nicht ohne Konflikte einhergehende, räumliche und kulturelle Verflochtenheit steht im Mittelpunkt meines Beitrages, der den Grafen als eine Art ›Grenzgänger‹ in Zeiten des Krieges in den Blick nimmt.

During the Seven Years’ War (1756-1763), Count Wilhelm zu Schaumburg-Lippe’s sphere of operations stretched from the north-west of the Holy Roman Empire all the way to Portugal; in his case, the Seven Years’ War within the Empire was intertwined with the “Fantastic War” between Portugal and Spain. In the person of Count Wilhelm, however, the culture of the courtly warrior nobility and the military Enlightenment, aristocratic honor and calculating rationality were also united. This dual, not without conflict, spatial and cultural entanglement is the focus of my contribution, which examines the count as a kind of “go-between” in times of war.


Marian Füssel

Marian Füssel, geb. 1973, ist Professor für Geschichte der Frühen Neuzeit unter besonderer Berücksichtigung der Wissenschaftsgeschichte an der Georg-August-Universität Göttingen. Er studierte Neuere Geschichte, Soziologie und Philosophie an der Universität Münster, wo er 2004 mit einer Arbeit zur Universitätsgeschichte promoviert wurde. Füssel ist ordentliches Mitglied der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen und Mitglied der Historischen Kommission für Niedersachsen und Bremen. Seine Forschungen beschäftigen sich mit der Kulturgeschichte der Frühen Neuzeit und widmen sich u. a. Themen der Wissens- und Universitätsgeschichte, der Geschichte von Militär und Gewalt sowie der Geschichtstheorie. Zum Siebenjährigen Krieg erschien: Der Preis des Ruhms. Eine Weltgeschichte des Siebenjährigen Krieges 1756–1763, München 2019; weitere Veröffentlichungen sind u.a.: Wissen. Konzepte, Praktiken, Prozesse (2021); Gelehrtenkultur als symbolische Praxis. Rang, Ritual und Konflikt an der Universität der Frühen Neuzeit (2006).

mehr


Kategorien

Schlagworte
Artillerie, Belagerung, Defensivkrieg, Hastenbeck, Kassel, militärische Aufklärung, Meritokratie, Münster, Portugal, U-Boot, Bückeburg, Regionalgeschichte, Niedersachsen, Siebenjähriger Krieg, Militärgeschichte, Herrscherideal
Thema
NHD, NHWF
Bisac-Code
HIS014000, HIS037050, HIS027000

Weitere Beiträge des Bandes

Seite 5-7Inhalt
Stefan Brüdermann
Seite 9-18Einleitung
Karl H. Schneider
Seite 147-169Eine komplexe Geschichte
Marian Füssel
Seite 189-212 Rote Rosen und goldene Kanonen


Weitere Empfehlungen

Buchcover von »Der Preis des Fortschritts«
Buchcover von »Weltnetzwerke - Weltspiele«
Buchcover von »Unsterbliche Werte«
Buchcover von »Fortschreibende Vertextung«
Buchcover von »Die Kunst der Einfalt«