


Ausgehend von der bereits Mitte des 19. Jahrhunderts erfolgten Feststellung, das historische Bauwerke, im teilweisen Gegensatz
zu anderen materiellen Kulturgütern, so gut wie nie in ihrer ursprünglichen Form überliefert worden sind, haben sich unterschiedliche Wege des baudenkmalpflegerischen Umgangs etabliert, die sich nicht zuletzt hinsichtlich der Bewertung der Geschichtlichkeit des Bestands unterscheiden, und die immer wieder
Gegenstand denkmalfachlicher Debatten geworden sind. Der Beitrag differenziert zeitliche Vorstellungen langer Kontinuität, Wiederholungsstrukturen und der Einmaligkeit des Fragmentarischen, und verweist auf Bezüge zwischen dem Zeitschichten-Begriff Reinhart Kosellecks und den kunsthistorischen Arbeiten Josef Schmoll gen. Eisenwerth, sowie daran anknüpfender Ansätze.
Andreas Putz ist Professor für Neuere Baudenkmalpflege an der Technischen Universität München, u.a. Mitglied von ICOMOS, und arbeitet zur Praxis und Theorie der Denkmalfplege sowie zur Erhaltensfähigkeit des baulichen Erbes des 20. Jahrhunderts.
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