
Ostdeutsche Perspektiven hingegen blieben marginal und spiegelten stärker eine defensive Problemwahrnehmung wider, geprägt vom medialen Erbe der DDR: Ursachen wurden eher im Westen gesucht, Täter exkulpiert und der DDR-spezifische Rassismus verschwiegen. Die Darstellung rechter Gewalt als bloße Transformationsfolge verdeckte das wahre Ausmaß und die Gefährlichkeit rechtsextremer Milieus.
Peter Ulrich Weiß, geb. 1970, ist Historiker und Autor zahlreicher Publikationen zur deutschen und südosteuropäischen Zeitgeschichte. Veröffentlichungen u. a.: Deutsche Zentralarchive in den Systemumbrüchen nach 1933 und 1945 (2022); 1989 – Eine Epochenzäsur? (Mithg., 2020); Das 20. Jahrhundert vermessen. Signaturen eines vergangenen Zeitalters (Mithg., 2017).
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