Sebastian Bischoff ORCID

Vom "Verlust des Eros"

Lehren des rechten Liebens und widerständige Praktiken gegen die bundesdeutsche 'sexuelle Revolution'


23 Seiten
Erscheinungsdatum: 10.04.2026

DOI https://doi.org/10.46500/83536043-007

Lizenz CC BY-SA 4.0
Lizenz: CC BY-SA 4.0
Download
AUS DEM BAND:
Buchcover von »Vom "Verlust des Eros"«
Lebenswelten der radikalen Rechten in der Bonner Republik

DOI https://doi.org/10.46500/83536043
zum Band

Der Beitrag richtet seinen Fokus auf rechte Debatten und Auseinandersetzungen im Kontext der sexuellen Transformationsprozesse in der Bundesrepublik der langen 1960er Jahre und verfolgt dabei zwei zentrale Erkenntnisinteressen.


Zum einen sollen aus den in rechten Publikationen formulierten Diagnosen eines vermeintlichen sexuellen Niedergangs, die zunächst skizziert werden, rückschließend die darin implizierten normativen Vorstellungen von Sexualität herausgearbeitet werden. Zum anderen werden die darauf aufbauenden beziehungsweise daraus abgeleiteten widerständigen Praktiken analysiert, die von rechten Akteur:innen propagiert und zum Teil auch realisiert wurden.

This article focuses on right-wing debates and disputes in the context of sexual transformation processes in the German Federal Republic during the long 1960s, pursuing two central lines of inquiry. On the one hand, it aims to identify the normative ideas about sexuality implied in the diagnoses of supposed sexual decline formulated in right-wing publications, which are first outlined. Second, it analyzes the resistant practices based on or derived from these ideas, which were propagated and, in some cases, implemented by right-wing actors.


Sebastian Bischoff

Sebastian Bischoff, Dr. phil., ist Post-Doc am Bereich Zeitgeschichte der Universität Bielefeld und leitet das DFG-Habilitationsprojekt Die bundesdeutsche Rechte und die 'sexuelle Revolution'. 2014 bis 2023 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Arbeitsbereich Zeitgeschichte der Universität Paderborn, 2016-2018 Geschäftsführer des Historischen Instituts. Studium der Neueren Geschichte, Soziologie, Philosophie an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg, der HU und FU Berlin. Promotion zum Dr. phil. im Fach Geschichte, 2018 erschienen als „Kriegsziel Belgien. Annexionsdebatten und nationale Feindbilder in der deutschen Öffentlichkeit, 1914-1918“. Forschungsschwerpunkte: Geschichte der politischen Rechten, der Sexualitäten, des Ersten Weltkriegs und Erinnerungspraxen in postfaschistischen, postkolonialen und postmigrantischen Gesellschaften.

mehr


Kategorien

Schlagworte
Sexualitätengeschichte, politische Rechte, Widerstand, Bundesrepublik, lange 1960er Jahre, Nationalismus, Milieus, Bonner Republik, Rechtsradikalismus, Netzwerke, Lebenswelt, Jugendverbände, Gesellschaftswandel, Weltanschauung, Organisationen, Parteien, soziale Praktiken, Gewalthandlungen, Rechtsextremismus, rechter Terrorismus, Bundesrepublik, Publikationen, Lebenswelt der Rechtsterroristen, Ausbildung des Rechtsterrorismus, Mauerfall, Grenzübergreifende Vernetzung, Propaganda, Rassismus, Staat, Zivilbevölkerung, Urbanisierung, Bürokratien, Erinnerungskultur, Täter-Opfer-Dynamik
Thema
NH, JPFQ, JHBK, JPF
Bisac-Code
HIS037070, HIS014000, POL042040, POL015000, POL037007

Weitere Beiträge des Bandes

Seite 5-7Inhalt
Frank Bösch, Gideon Botsch
Seite 9-25Lebenswelten der radikalen Rechten
Darius Muschiol
Seite 29-52Gruppen, Szenetreffs, Publikationen
Jakob Saß
Seite 53-71Kampfschulung und Ersatzfamilie
Niklas Krawinkel
Seite 95-114"Notgemeinschaft volkstreuer Familien"
Laura Haßler
Seite 115-138Das Volk, myself and I
Marie Müller-Zetzsche
Seite 141-157"Das Gespräch mit dem Leser"
Sebastian Bischoff
Seite 158-180 Vom "Verlust des Eros"
Anette Schlimm
Seite 211-232Die Rechte auf dem Land
Annelotte Janse
Seite 257-281Militant itineraries
Eric Angermann
Seite 282-303Nationalismus als Antriebskraft


Weitere Empfehlungen

Buchcover von »Ausnahmezustand«
Buchcover von »Endlich Wohnen!«
Buchcover von »Rudolph und Friederike Brach«
Buchcover von »Rebellion und Herrschertreue«
Buchcover von »Mobile Ökonomien«