

Untersucht wird dabei, wie Rechte gewandelt über Individualität sprachen, wie ihr Freizeitverhalten von neuen kulturellen Normen geprägt wurde und wie sich beides in veränderten politischen Praktiken niederschlug. Im Zentrum steht die Frage nach dem Verhältnis von Demokratisierung und den sozial-kulturellen Wandlungsprozessen der langen 1960er-Jahre, wobei der Beitrag dafür argumentiert, neue kulturelle Gepflogenheiten als politische Lager übergreifendes Phänomen zu historisieren.
Using the example of the NPD youth organization »Junge Nationaldemokraten« (Young National Democrats), this article examines how changing demands concerning the work on one's self around 1968 affected nationalist youth. It investigates how right-wingers talked about individuality in a new way, how their leisure activities were shaped by new cultural norms, and how both were reflected in changed political practices. The question at the heart of this article is on the relationship between democratization and the socio-cultural processes of change in the long 1960s, with the article arguing for the historicization of new cultural practices as a phenomenon that transcended political camps.
Laura Haßler, geb. 1994, studierte Geschichte und Sozialwissenschaften in Berlin und Almaty. 2020 begann sie Ihre Promotion an der Universität Potsdam/am Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung, finanziert durch die Hans-Böckler-Stiftung. Seit 2025 ist sie Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Greifswald. Zu ihren Forschungsinteressen gehört im Allgemeinen die Kultur- und Sozialgeschichte und im Speziellen die Zeitgeschichte der radikalen Rechten sowie die Geschichte privater Vorsorgepraktiken.
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