Laura Haßler

Das Volk, myself and I

Individualisierung und Adaption von links bei den "Jungen Nationaldemokraten" nach 1968


24 Seiten
Erscheinungsdatum: 10.04.2026

DOI https://doi.org/10.46500/83536043-005

Lizenz CC BY-SA 4.0
Lizenz: CC BY-SA 4.0
Download
AUS DEM BAND:
Buchcover von »Das Volk, myself and I«
Lebenswelten der radikalen Rechten in der Bonner Republik

DOI https://doi.org/10.46500/83536043
zum Band

Am Beispiel der NPD-Jugendorganisation »Junge Nationaldemokraten« geht der Beitrag der Frage nach, wie um 1968 gewandelte Anforderungen in der Arbeit am Selbst sich auf nationalistische Jugendliche auswirkten.


Untersucht wird dabei, wie Rechte gewandelt über Individualität sprachen, wie ihr Freizeitverhalten von neuen kulturellen Normen geprägt wurde und wie sich beides in veränderten politischen Praktiken niederschlug. Im Zentrum steht die Frage nach dem Verhältnis von Demokratisierung und den sozial-kulturellen Wandlungsprozessen der langen 1960er-Jahre, wobei der Beitrag dafür argumentiert, neue kulturelle Gepflogenheiten als politische Lager übergreifendes Phänomen zu historisieren.

Using the example of the NPD youth organization »Junge Nationaldemokraten« (Young National Democrats), this article examines how changing demands concerning the work on one's self around 1968 affected nationalist youth. It investigates how right-wingers talked about individuality in a new way, how their leisure activities were shaped by new cultural norms, and how both were reflected in changed political practices. The question at the heart of this article is on the relationship between democratization and the socio-cultural processes of change in the long 1960s, with the article arguing for the historicization of new cultural practices as a phenomenon that transcended political camps.


Laura Haßler

Laura Haßler, geb. 1994, studierte Geschichte und Sozialwissenschaften in Berlin und Almaty. 2020 begann sie Ihre Promotion an der Universität Potsdam/am Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung, finanziert durch die Hans-Böckler-Stiftung. Seit 2025 ist sie Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Greifswald. Zu ihren Forschungsinteressen gehört im Allgemeinen die Kultur- und Sozialgeschichte und im Speziellen die Zeitgeschichte der radikalen Rechten sowie die Geschichte privater Vorsorgepraktiken.

mehr


Kategorien

Schlagworte
Zeitgeschichte des Selbst, radikale Rechte, Kulturgeschichte, Popkultur, Demokratiegeschichte, Nationalismus, Milieus, Bonner Republik, Rechtsradikalismus, Netzwerke, Lebenswelt, Jugendverbände, Gesellschaftswandel, Weltanschauung, Organisationen, Parteien, soziale Praktiken, Gewalthandlungen, Rechtsextremismus, rechter Terrorismus, Bundesrepublik, Publikationen, Lebenswelt der Rechtsterroristen, Ausbildung des Rechtsterrorismus, Mauerfall, Grenzübergreifende Vernetzung, Propaganda, Rassismus, Staat, Zivilbevölkerung, Urbanisierung, Bürokratien, Erinnerungskultur, Täter-Opfer-Dynamik
Thema
NH, JPFQ, JHBK, JPF
Bisac-Code
HIS037070, HIS014000, POL042040, POL015000, POL037005

Weitere Beiträge des Bandes

Seite 5-7Inhalt
Frank Bösch, Gideon Botsch
Seite 9-25Lebenswelten der radikalen Rechten
Darius Muschiol
Seite 29-52Gruppen, Szenetreffs, Publikationen
Jakob Saß
Seite 53-71Kampfschulung und Ersatzfamilie
Niklas Krawinkel
Seite 95-114"Notgemeinschaft volkstreuer Familien"
Laura Haßler
Seite 115-138 Das Volk, myself and I
Marie Müller-Zetzsche
Seite 141-157"Das Gespräch mit dem Leser"
Sebastian Bischoff
Seite 158-180Vom "Verlust des Eros"
Anette Schlimm
Seite 211-232Die Rechte auf dem Land
Annelotte Janse
Seite 257-281Militant itineraries
Eric Angermann
Seite 282-303Nationalismus als Antriebskraft


Weitere Empfehlungen

Buchcover von »Fortschreibende Vertextung«
Buchcover von »Postkolonialer Partner?«
Buchcover von »Die Kunst der Einfalt«
Buchcover von »Geheime Helden«
Buchcover von »Romantik im Spannungsfeld von Konfessionalisierung und Nationalisierung«