

Schließen sich Ökonomie und Moral aus? Obwohl viele diese Frage intuitiv bejahen würden, ist ökonomisches Handeln im Kern immer auch soziales Handeln, das nur im Kontext von moralischen Deutungen und Kontroversen zu verstehen ist. Wie wurden moralische Argumente also verwendet, um ökonomische Praktiken und Strukturen zu kritisieren oder auch zu legitimieren?
Ausgangspunkt der 20 Essays bildet jeweils eine konkrete historische Quelle, die nicht zu den Klassikern der ökonomischen Theorie zählt – etwa Werbebroschüren und Alltagsgegenstände, Bilder, Filme und Ausstellungsobjekte.
Jürgen Finger leitet die Abteilung Neuere und Neueste Geschichte sowie Publikationen des Deutschen Historischen Instituts Paris. Er forscht über die Geschichte des Nationalsozialismus, Frankreichs in der Moderne und die Sozial- und Kulturgeschichte des Ökonomischen. Daneben hat er über die Bildungs- und Verwaltungsgeschichte des »Dritten Reichs« in Südwestdeutschland und dem Elsass geforscht und eine Studie zur Firma Dr. Oetker im Nationalsozialismus veröffentlicht.
mehrBenjamin Möckel ist zurzeit Vertretungsprofessor an der Universität Göttingen. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in der Kulturgeschichte der Ökonomie, der Demokratiegeschichte und der Generations- und Erfahrungsgeschichte. Veröffentlichungen u.a.: Erfahrungsbruch und Generationsbehauptung. Die Kriegsjugendgeneration in den beiden Nachkriegsgesellschaften, Göttingen 2014; Human Rights and Technological Change. Conflicts and Convergences since the 1950s, Göttingen 2022 (mit Michael Homberg); Ökonomie und Moral. Eine Anthologie, Göttingen 2022 (mit Jürgen Finger).
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