

Die Erfahrung von Zeit aber unterliegt im Zuge sozialhistorischer und technologischer Akzelerationsprozesse um 1800 einem einschneidenden historischen Wandel. Als emblematisch für Prozesse der Beschleunigung wird in diesem Beitrag der optische Telegraph begriffen, eine Technologie, über die Johann Peter Hebel durch seine Karlsruher und Straßburger Kontakte bestens im Bilde war. Anhand der zeitgeschichtlichen Texte aus dem „Rheinländischen Hausfreund“ sowie am Beispiel von „Kannitverstan“ als einer der prominentesten Geschichten Hebels geht der Artikel den Spuren nach, die Beschleunigung, wie sie mit dem optischen Telegraphen verbunden ist, im Kalender hinterlassen hat.
Bernhard Stricker, geb. 1988, ist Lehrkraft für besondere Aufgaben am Institut für Germanistik und Medienkulturen der Technischen Universität Dresden. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören Formverhältnisse von Literatur und Philosophie, Kleine Formen, Anthropologien der Alltäglichkeit und Sprachlernszenen.
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