

Anhand der historischen Rekonstruktion der Konflikte, die in diesem Zusammenhang entstanden, werden die Rahmenbedingungen damaliger Lebenswelten jüdischer Menschen, ihr Verhältnis zu christlichen Nachbar:innen und Behörden sowie ihre jeweiligen Zugehörigkeiten herausgearbeitet. In einem zweiten Schritt wird gefragt, wie wir in unserer Erinnerung und in unserem Gedächtnis mit jüdischer Geschichte umgehen. Am rekonstruierten Beispiel werden Erinnerungsvorgänge nachvollzogen. Dabei setze ich mich besonders mit Erik Petrys Begriff der „Aktiven Kulturkontinuität“ auseinander. Erinnerung ist damit zugleich ein Blick in die Zukunft.
Heiko Haumann, geboren 1945, 1991–2010 Professor für Osteuropäische und Neuere Allgemeine Geschichte an der Universität Basel, 1998-2001 zugleich interimistischer Co-Leiter des Instituts für Jüdische Studien an der Universität Basel. Schwerpunkte: Gesellschaftsgeschichte Russlands und der Sowjetunion, Geschichte der Juden in Osteuropa und Baden.
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