Kerstin Putz

"Eine Caesar-Gebärde von mir"

Studentenleben und Bildungsjargon bei Edmund Mach


8 Seiten, 2 Abbildungen
Erscheinungsdatum: 19.08.2026

DOI https://doi.org/10.46500/83536207-014

Lizenz CC BY-NC-ND 4.0
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Archivalische Quellen zu Aus- und Weiterbildung

DOI https://doi.org/10.46500/83536207
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Der mit Schizophrenie bzw. schizophrener Pychose diagnostizierte Edmund Mach (1929–1996) begann Mitte der 1960er-Jahre im psychiatrischen, kunsttherapeutischen Kontext zu schreiben.


Als langjähriger Patient der Niederösterreichischen Landesnervenklinik, seit 1964 "beschränkt entmündigt" und später Bewohner des "Hauses der Künstler" in Gugging, verfasste Mach seine Gedichte und Kurzprosa stets auf Anregung anderer und schrieb dabei ohne Rücksicht auf Wirkung, ein schriftstellerisches Werk oder eine Karriere als Autor. Der Beitrag untersucht Machs Bildungsbiografie und die Spuren seines abgebrochenen Universitätsstudiums in seinen Texten.

Edmund Mach (1929–1996), who was diagnosed with schizophrenia (or schizophrenic psychosis), began writing in the mid-1960s within the context of psychiatric art therapy. A long-term patient at the Lower Austrian State Psychiatric Hospital—placed under limited guardianship in 1964 and later a resident of the "House of Artists" in Gugging—Mach always wrote his poems and short prose at the prompting of others, doing so without regard for the work's impact, the creation of a literary body of work, or an authorial career. This article examines Mach’s educational background and the traces of his abandoned university studies found in his texts.


Kerstin Putz

Kerstin Putz, Literatur- und Kulturwissenschaftlerin, Kuratorin, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Literaturmuseum der Österreichischen Nationalbibliothek. 2012–2020 Mitarbeiterin in Forschungsprojekten zum Nachlass von Günther Anders. Zahlreiche Beiträge zur Literatur und Philosophie des 20. Jahrhunderts bis in die Gegenwart, Texte für Zeitschriften und fürs Radio, Ausstellungsbeteiligungen. Zuletzt erschienen: "Woher wir kommen. Literatur und Herkunft" (hg. mit Cornelius Mitterer); "Ingeborg Bachmann. Eine Hommage" (hg. mit Michael Hansel, 2022); Günther Anders: "'Gut, dass wir einmal die hot potatoes ausgraben'. Briefwechsel mit Theodor W. Adorno, Ernst Bloch, Max Horkheimer, Herbert Marcuse und Helmuth Plessner" (hg. mit Reinhard Ellensohn, 2022).

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Kategorien

Schlagworte
Krankheit, Literatur, Psychiatrie, Gugging, Bildungsbiografie, Universität Wien, Bibliothek, Schulbildung, Berufsbildung, Universitätsbildung, Autodidaktik, Bildungsweg, Studium, Bildungsgeschichte
Thema
DNBZ, DNC, JNP
Bisac-Code
FOR009000, EDU016000, LAN025020

Weitere Beiträge des Bandes

Seite 5-8Inhalt
Tanja Gausterer, Arnhilt Inguglia-Höfle, Susanne Rettenwander, Kyra Waldner
Seite 9-12Editorial
Nicolas Mahler
Seite 15-19Kafka geht in die Schule
Sabine Gruber
Seite 20-27Zivile Ausbildung bei der Bundeswehr
Frieda Paris
Seite 28-35'Textile Poetiken'
Magnus Wieland
Seite 45-60Schulaufsätze
Ruth Pfosser
Seite 61-70Der Weg ins Freie
Hermann Gätje
Seite 71-76"Autoritäten" oder "kreatives Spiel"
Katrin Kühnert, Evelyne Luef
Seite 77-88"Nach der Matura!"
Reinhard Buchberger
Seite 120-133Studieren für einen sicheren Posten
Kerstin Putz
Seite 134-141 "Eine Caesar-Gebärde von mir"
Gerhard Hubmann
Seite 142-154Vom Zeichensaal zur Pestsäule
Bernhard Judex
Seite 155-163"Wilder Leser"
Thomas Aigner
Seite 167-172Buchbinder und Geiger dazu
Wolfgang Straub
Seite 185-191Der Schreiberling in der Straßenbahn
Harald Gschwandtner
Seite 201-215Schreiben und Schrauben
Bela Bartels, Susanne Rappe-Weber
Seite 230-236'Werde-Zeit'
Angelika Zdiarsky
Seite 237-241"Viele Grüße an die Instituts Kinder"
Miriam Fiala
Seite 245-249Zwischen Beruf und Berufung
Sophie-Marie Wollner
Seite 250-254Für das Leben lehren
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Veronika Zwerger
Seite 268-280Umschulung als Lebenshilfe
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Seite 281-288"meinne Fellehr Sind noch immer meinne Schreib Freunde"


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