

Als langjähriger Patient der Niederösterreichischen Landesnervenklinik, seit 1964 "beschränkt entmündigt" und später Bewohner des "Hauses der Künstler" in Gugging, verfasste Mach seine Gedichte und Kurzprosa stets auf Anregung anderer und schrieb dabei ohne Rücksicht auf Wirkung, ein schriftstellerisches Werk oder eine Karriere als Autor. Der Beitrag untersucht Machs Bildungsbiografie und die Spuren seines abgebrochenen Universitätsstudiums in seinen Texten.
Edmund Mach (1929–1996), who was diagnosed with schizophrenia (or schizophrenic psychosis), began writing in the mid-1960s within the context of psychiatric art therapy. A long-term patient at the Lower Austrian State Psychiatric Hospital—placed under limited guardianship in 1964 and later a resident of the "House of Artists" in Gugging—Mach always wrote his poems and short prose at the prompting of others, doing so without regard for the work's impact, the creation of a literary body of work, or an authorial career. This article examines Mach’s educational background and the traces of his abandoned university studies found in his texts.
Kerstin Putz, Literatur- und Kulturwissenschaftlerin, Kuratorin, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Literaturmuseum der Österreichischen Nationalbibliothek. 2012–2020 Mitarbeiterin in Forschungsprojekten zum Nachlass von Günther Anders. Zahlreiche Beiträge zur Literatur und Philosophie des 20. Jahrhunderts bis in die Gegenwart, Texte für Zeitschriften und fürs Radio, Ausstellungsbeteiligungen. Zuletzt erschienen: "Woher wir kommen. Literatur und Herkunft" (hg. mit Cornelius Mitterer); "Ingeborg Bachmann. Eine Hommage" (hg. mit Michael Hansel, 2022); Günther Anders: "'Gut, dass wir einmal die hot potatoes ausgraben'. Briefwechsel mit Theodor W. Adorno, Ernst Bloch, Max Horkheimer, Herbert Marcuse und Helmuth Plessner" (hg. mit Reinhard Ellensohn, 2022).
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