
, Herwig Czech, Axel C. Hüntelmann, Uwe Kaminsky
, Elisabeth Kraul, Paul Kuglitsch, Philipp Rauh, Volker Roelcke 

Menschen mit psychischen Erkrankungen und geistigen Behinderungen wurden seit Beginn der nationalsozialistischen Herrschaft zunehmend entrechtet, zwangsweise ihrer Fortpflanzungsfähigkeit beraubt und ab 1939 auch ermordet.
Dieses Gedenkbuch erinnert an diejenigen Opfer der NS-»Euthanasie«, deren Gehirne in den Instituten der Kaiser-Wilhelm- bzw. der Max-Planck-Gesellschaft zu Forschungs- und Lehrzwecken benutzt worden sind. Mit der namentlichen Nennung der Betroffenen und der Darstellung ausgewählter Lebensgeschichten ermöglicht der Band ein angemessenes Gedenken an diese Menschen.
Das Gedenkbuch ist ein Ergebnis eines größeren Forschungsprojekts zur Hirnforschung an Instituten der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft im Kontext nationalsozialistischer Unrechtstaten, das von 2017 bis 2026 durchgeführt wurde. Die Programmatik und Praxis der neurowissenschaftlichen Forschungen im Kontext der NS-»Euthanasie«, die wissenschaftliche Nutzung der entstandenen Präparate auch in der Nachkriegszeit sowie der Umgang der Max-Planck-Gesellschaft mit der Geschichte dieser Forschungen und den resultierenden Präparatesammlungen werden in einem parallel publizierten Band dargestellt.
Maximilian Buschmann, Institut für Geschichte und Ethik der Medizin der Technischen Universität München und Institut für Geschichte der Pharmazie und Medizin der Universität Marburg.
mehrHerwig Czech, Institut für Ethik, Sammlungen und Geschichte der Medizinischen Universität Wien.
mehrAxel C. Hüntelmann, Institut für Ethik, Sammlungen und Geschichte der Medizinischen Universität Wien.
mehrUwe Kaminsky, Institut für Geschichte der Medizin und Ethik in der Medizin an der Charité Berlin.
mehrElisabeth Kraul, Institut für Ethik, Sammlungen und Geschichte der Medizinischen Universität Wien.
mehrPhilipp Rauh, geb. 1976, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Geschichte und Ethik der Medizin der Universität Erlangen. Seit Juli 2013 Bearbeiter des DFG-Projektes »Gruppenbiographische Studien zu KZ-Ärzten. Karrierewege im Nationalsozialismus und in den Nachkriegsgesellschaften von Bundesrepublik und DDR«. Veröffentlichungen u. a.: Ernst Wilhelm Baader (1892-1962) und die Arbeitsmedizin im Nationalsozialismus (zusammen mit Karl-Heinz Leven, 2013)
mehrVolker Roelcke, Professor für Geschichte der Medizin, Direktor des Instituts für Geschichte der Medizin, Universität Gießen. Forschungsschwerpunkte: Medizin- und Wissenschaftsgeschichte im 19. und 20. Jahrhundert, Geschichte und Ethik der Forschung am Menschen, Anthropologie in der Medizin.
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