Buchcover: Victims of Unethical Brain Research
Paul Weindling , Michał Adam Palacz, Aisling Shalvey

Victims of Unethical Brain Research

Biographies of Allied Prisoners of War, German Occupation Victims, and Executed Persons

Reihe: Ergebnisse des Forschungsprojekts ›Hirnforschung an Instituten der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft im Kontext nationalsozialistischer Unrechtstaten: Hirnpräparate in Instituten der Max-Planck-Gesellschaft und die Identifizierung der Opfer‹

348 Seiten, 10 Abbildungen
ISBN (Open Access) 978-3-8353-8210-7
ISBN (Print) 978-3-8353-6066-2
Wallstein Verlag
Erscheinungsdatum: 16.09.2026

DOI https://doi.org/10.46500/83536066

Lizenz CC BY-NC-ND 4.0
Lizenz: CC BY-NC-ND 4.0
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Ein Gedenkband mit Kurzbiografien von 314 Opfern des Nazi-Regimes, deren Gehirne von Neuropathologen der Kaiser-Wilhelm-Institute für Hirnforschung und für Psychiatrie entnommen wurden.


Dieser Gedenkband ist das Pendant zur Monografie »›Countless Brains‹. The Neuropathological Specimens from Prisoners of War, Occupied Territories, and Nazi Executions«. Der Band enthält kurze Biografien von insgesamt 314 identifizierten Opfern des nationalsozialistischen Regimes, deren Gehirne von Neuropathologen des Kaiser-Wilhelm-Instituts für Hirnforschung in Berlin und des Deutschen Instituts für Psychiatrische Forschung (Kaiser-Wilhelm-Institut) in München entnommen und als Objekte wissenschaftlicher Forschung genutzt wurden. Zu den Opfern zählen polnische Juden und andere Zivilisten aus Ländern unter deutscher Besatzung, alliierte Kriegsgefangene, Zwangsarbeiter, wegen Straftaten hingerichtete Personen und weitere Opfer des NS-Regimes. Obwohl einige ermordet wurden, starb die Mehrheit von ihnen an Infektionskrankheiten wie Epidemischem Typhus und Tuberkulose, die sich im Lagersystem des NS-Terrors rasch ausbreiteten. Da der Schwerpunkt auf den »Euthanasie«-Morden lag, wurden diese Opfer in der Literatur zur Neurowissenschaft im Dritten Reich bislang vernachlässigt. Die Autoren rekonstruieren die Lebensgeschichten dieser vergessenen Opfer von Krieg und wissenschaftlichem Missbrauch. Die Identifizierung der Personen hinter den Proben gibt den Opfern nach Jahrzehnten der Anonymisierung ihre Menschlichkeit zurück.


Paul Weindling

Paul Weindling, Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina und emeritierter Professor an der Oxford Brookes University. Veröffentlichungen u. a.: Victims and Survivors of Nazi Human Experiments. Science and Suffering in the Holocaust (2014); Nazi Medicine and the Nuremberg Trials. From Medical War Crimes to Informed Consent (2004); Epidemics and Genocide in Eastern Europe, 1890–1945 (2000).

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Michal Adam Palacz

Michal Adam Palacz, Postdoktorand an der Oxford Brookes University. Veröffentlichung u. a.: A Transnational History of Forced Migrants in Europe. Unwilling Nomads in the Age of the Two World Wars (hg. mit Bastiaan Willems, 2022).

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Aisling Shalvey

Aisling Shalvey, Marie Sklodowska Curie Fellow an der University College Cork, Ireland. Veröffentlichung u. a.: Paediatrics in the Reichsuniversität Straßburg. Childrenís Medicine at a Bastion of Nazi Ideology (2023).

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Kategorien

Schlagworte
Euthanasie, Gehirnforschung, NS-Unrecht, NS-Zeit, Krankenmorde, Präparate, Gehirnarchive, Opferforschung, Max-Planck-Gesellschaft, Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft, Neuroethik, historische Aufarbeitung, Gedenkbuch, Nachkriegszeit, Institutsforschung, Opferidentifikation, Forschungsprojekt, Präparatesammlung, Zweiter Weltkrieg, Besatzung, Wissenschaftliche Missachtung, Erinnerungskultur, Neuropathologie, Gehirnpräparate, Ethik, Medizin, Forschung
Thema
NH, MBDC, MBX, MKJ
Bisac-Code
HIS014000, HIS037070, SCI043000, SCI028000, MED039000

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