Buchcover: Die Horen und ihre Societät
Lydia Rammerstorfer

Die Horen und ihre Societät

Schillers Journal im kulturellen Kräftefeld um 1800

525 Seiten, 59 Abbildungen
ISBN (Open Access) 978-3-8353-8188-9
ISBN (Print) 978-3-8353-6027-3
Wallstein Verlag
Erscheinungsdatum: 24.06.2026

DOI https://doi.org/10.46500/83536027

Lizenz CC BY-NC 4.0
Lizenz: CC BY-NC 4.0
DownloadPrintausgabe

Friedrich Schillers »Die Horen« erstmalig als Ganzes in den Blick genommen – und in ihrer Vielfalt sichtbar werdend.


Die von Friedrich Schiller herausgegebenen Horen (1795-1797) zählen zu den bedeutendsten deutschsprachigen Literaturzeitschriften. Mit ihnen nahm die Zusammenarbeit zwischen Schiller und Goethe ihren Ausgang, sie versammelten 50 Autorinnen und Autoren und machten Cotta zum führenden Verleger der folgenden Jahrzehnte. Trotz seiner kulturellen Bedeutung ist das Journal bislang nicht umfassend erforscht. Die Studie nimmt alle Jahrgänge der Horen erstmals als Ganzes in den Blick. Sie zeichnet den Weg der Zeitschrift von der Auswahl und Zusammensetzung der Mitwirkenden, über die äußere Gestaltung und Vermarktung bis hin zu ihren ästhetischen Positionsnahmen sowie ihren Folgejournalen nach.
Die integrale Analyse erfolgt auf Grundlage der Feldtheorie Bourdieus, neuen Ansätzen der Journalforschung und Praxeologie sowie statistischen Auswertungen. Es wird nicht nur Kanonisches neu konstelliert, sondern auch bislang Unbeachtetes erschlossen, sodass die Horen in ihrer Vielfalt sichtbar werden: Verhandelt werden u. a. die Autonomie in Literatur, Musik, Goethes und Schillers Elegien, die Bezogenheit einzelner Beiträge der Zeitschrift aufeinander, die Rolle von Übersetzungen bei der Verhandlung von Alterität, die Mitwirkung von Frauen oder das Schreiben und Publizieren von Fortsetzungstexten.


Lydia Rammerstorfer

Lydia Rammerstorfer, geb. 1992, ist wissenschaftliche Projektmitarbeiterin (Post Doc) und Lektorin am Institut für Germanistik der Universität Wien; nach einem Studium der Germanistik, Geografie und Wirtschaftskunde (Lehramt) an der Paris-Lodron-Universität Salzburg wurde sie 2024 in einem binationalen Verfahren an der Humboldt-Universität zu Berlin und der Universität Wien promoviert; derzeit arbeitet sie im Rahmen eines FWF-Projekts an einer historisch-kritischen Edition von Johann Pezzls »Skizze von Wien«. Für Ihre Arbeit über Schillers »Horen« erhielt sie 2024 den Wendelin-Schmidt-Dengler-Preis.

mehr


Kategorien

Schlagworte
Literaturzeitschrift, Goethe, Cotta, Journal, Typographie, Vermarktung, Feldtheorie
Thema
DSBD
Bisac-Code
FOR009000, LAN008000

Weitere Empfehlungen

Buchcover von »Johann Jacob Bodmers Praktiken«
Buchcover von »Wortgewalt«
Buchcover von »Die Politik der Buchstaben«
Buchcover von »Zeitschichten und Pluritemporalität in der Geschichtskultur«
Buchcover von »Deutsch-Jüdische Geschichte und Gegenwart«