Buchcover: Katakombenzeit
Meike G. Werner, Rainer Hering

Katakombenzeit

Wilhelm Flitner in Hamburg 1929-1969

Reihe: Wissenschaftler in Hamburg, Band 9

487 Seiten, 140 Abbildungen
ISBN (Open Access) 978-3-8353-8193-3
ISBN (Print) 978-3-8353-5638-2
Wallstein Verlag
Erscheinungsdatum: 18.03.2026

DOI https://doi.org/10.46500/83535638

Lizenz CC BY-NC-ND 4.0
Lizenz: CC BY-NC-ND 4.0
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Dieses Buch präsentiert erstmals umfangreiche Auszüge aus Flitners unveröffentlichten Tagebüchern und wertet neu entdecktes Archivmaterial aus.


Wilhelm Flitner (1889–1990) gehört zu den einflussreichsten deutschen Bildungstheoretikern. Von 1929 bis 1957 lehrte er an der Hamburger Universität. Hier organisierte Flitner mit großem Erfolg die akademische Lehrerbildung. 1933 publizierte er seine »Systematische Pädagogik«. Nicht zuletzt engagierte er sich kritisch in der universitären Selbstverwaltung.
Durch die jüdische Herkunft seiner Frau Elisabeth gefährdet und von den Nazis faktisch kaltgestellt, wurden die Jahre unter Hitler für Flitner mehr und mehr zur »Katakombenzeit«. In seiner inhaltlichen Arbeit konzentrierte er sich notgedrungen auf die Traditionen des christlichen Humanismus und auf Goethes Spätwerk. Unterdessen trafen sich Mitglieder der Hamburger Weißen Rose in seinen Seminaren.
Die Rückkehr in die europäisch christliche Wertegemeinschaft bestimmen nach 1945 Flitners Mitwirkung am Wiederaufbau der Hamburger Universität und seine Beratertätigkeit in der Bildungspolitik der jungen Bundesrepublik.


Meike Werner

Meike G. Werner ist Centennial Chair of German Studies an der Vanderbilt University (USA) und dort auch Direktorin des Max Kade Center for European and German Studies. Bis 2023 war sie Präsidentin der American Friends des Deutschen Literaturarchivs in Marbach. Veröffentlichungen u.a.: Gruppenbild mit Max Weber (2023); Germany’s Other Modernism. The Jena Paradigm (2023; deutsch: Moderne in der Provinz, 2003); Peter Demetz. Was wir wiederlesen wollen (Hg. 2022); Ein Gipfel für Morgen (Hg., 2021). Werner hat den Nachlass von Wilhelm und Elisabeth Flitner weitgehend geordnet und erschlossen.

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Rainer Hering

Rainer Hering, geboren 1961, leitet das Landesarchiv Schleswig-Holstein und lehrt als Professor an den Universitäten Hamburg und Kiel Neuere Geschichte und Archivwissenschaft. Veröffentlichungen u. a.: Deuten und streiten, suchen und finden (Mithg., 2023); Kirchengeschichte kontrovers (Mithg., 2022); Fatima und Richard (Mitvf., 2017).

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Kategorien

Schlagworte
Bildungstheorie, Bildungsgeschichte, akademische Lehrerbildung, moderne Erwachsenenbildung, Allgemeine Pädagogik, Humanismus Studien, Goethe-Studien, Christlicher Humanismus, Hamburger Weiße Rose, Erziehungswissenschaft, Hamburger Universitätsgeschichte
Thema
DNBT1
Bisac-Code
HIS037070, LCO015000, BIO006000

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